Nachrichten aus Europa
Wirtschaft

Vertrauenskrise: Europäische Sparer ziehen Milliarden von Banken ab

Immer mehr Kunden verlagern ihr Vermögen in Schweizer Banken und alternative Anlagen.

Vertrauenskrise: Europäische Sparer ziehen Milliarden von Banken ab

Die europäische Bankenbranche steckt in einer wachsenden Vertrauenskrise. Laut aktuellen Daten der Europäischen Zentralbank haben Privatkunden im vergangenen Quartal netto mehr als 180 Milliarden Euro von europäischen Banken abgezogen — der höchste Wert seit der Finanzkrise 2008.

Besonders betroffen sind Institute in Deutschland, Frankreich und Italien. Viele Sparer wenden sich zunehmend Schweizer Banken zu, die mit politischer Stabilität, striktem Bankgeheimnis und einer konservativen Anlagepolitik werben. Die Zuflüsse nach Zürich, Genf und Lugano sind um 40 Prozent gestiegen.

Doch nicht nur die Schweiz profitiert. Auch digitale Vermögensverwalter, Edelmetallhändler und Kryptoplattformen verzeichnen steigende Kundenzahlen. Der Trend zeigt: Das Vertrauen in das traditionelle europäische Bankensystem erodiert.

Bankenverbände warnen vor einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale. Wenn zu viele Kunden gleichzeitig Gelder abziehen, drohen Liquiditätsengpässe und weitere Instabilität. Die Aufsichtsbehörden beobachten die Lage mit zunehmender Sorge.

BankenVertrauenskriseSparerSchweizKapitalfluchtLiquidität